Vive la Provence!
Von Daren ThomasFreitag, der 11.11.2005
Sechs Monate sind es nun, die wir schon mit Dylan erlebt haben. Sechs Monate, in denen wir einfach keine Zeit fanden zu schreiben: Zwei Kinder sind einiges anstrengender als nur eines. Abendschule schlaucht. Und das Leben ist an sich viel zu spannend geworden, um auch abends vor dem Bildschirm zu sitzen und da was zu töggeln. Ich tu’s jetzt trotzdem, weil ich von einigen Verwandten gehört habe, dass sie immer wieder nachschauen, ob da nicht etwas Neues vorhanden ist - ich möchte nicht mehr Schuld sein am Moment der Enttäuschung, der sich einstellt, wenn die Index-Seite vollständig geladen ist und… kein neuer Artikel! Dabei wäre so viel passiert: Kindersachen eben, Reisli hierhin und dorthin usw. Ich will mich auf die letzten grossen Ferien (2 Wochen, Anfang Oktober), die uns nach Frankreich führten, beschränken.

Ich hatte mich schon Monate im Voraus auf diese Ferien gefreut, so sehr, dass mir am Deutschvordiplom kein anderes Thema einfiel, als mir auszumalen, wie das wohl ist. Die Hinfahrt war allerdings gar nicht so idyllisch wie erwartet: Wir sind am Abend losgefahren, damit die Kinder während der Fahr schlafen können. Das war keine so gute Idee, weil Ruby eben nicht schlief und sich schliesslich in etwas hineinsteigerte, was mit den Schätten zu tun hatte, die ihr über das Bein krochen und ihr eine Heidenangst (Panik) einjagten, der wir bis zum Morgengrauen nicht Herr wurden. Puh! Ich denke, das versuchen wir so bald nicht mehr!

Oben seht Ihr die Aussicht von unserer Terasse auf das Dörfchen Gordes. Ich bin fast jeden zweiten Tag mit Ruby dorthin spaziert, und wir haben dann im “Provençal” Café au lait und Grenadine getrunken. Da hatte Ruby immer ein Röhrli und ein Sterndlistecken drin!

Jeden Morgen sind wir auf den Markt, Opa und ich in seinem neuen Skoda, Oma, Sina, Maus und Tiger in der Saab, weil in der Provence ist jeden Tag irgendwo Markt. Allerdings sind wir mindestens stündlich in einem Café zusammengekommen und haben dann Gipfeli und Pains au chocolat gegessen.
Am Nachmittag hat meistens Opa oder Oma etwas mit Ruby gemacht, während sich die andern ein wenig mit Tiger amüsierten.
Manchmal durfte Ruby in die Mühle, wo Oma und Opa wohnten, und aus dem Fenster schauen. An ihrem Ramadangeburtstag hat Oma für sie sogar alles dekoriert mit Fanüsli und vielen Geschenkli, die Ruby dann in der Mühle suchen konnte.

Und manchmal waren wir einfach Faul.

Also, liebe Oma, lieber Opa, vielen herzlichen Dank für diesen wunderschönen Urlaub! Wir hatten ihn bitter nötig, und dank Euch wurde daraus eine wirklich tolle Zeit!
