Geschüttelt, nicht gerührt

Von Daren Thomas
Sonntag, der 15.12.2002

Babies schüttelt man nicht. Das sollten alle wissen. Aber es geht hier um etwas ganz anderes: James Bond.

Wir hatten den Event schon Tage, was sage ich: Wochen! im Voraus geplant. Kathrina Redmann klopfte gegen zwei Uhr an unserer Wohnungstür und trat ein. Ich putzte mir gerade die Zähne, und Sina gab der süssen Ruby die zweite Brust, die wir schon eine Stunde hinaus gezögert hatten, damit sie ja möglichst lange schläft. Wir kniffen vor Vorfreude unsere Füdlibacken zusammen, mussten aber noch besorgt das Nötigste erklären: Wo die Fieberzäpfli sind, falls Ruby in den zweieinhalb Stunden, die wir uns gönnen wollten, plötzlich krank werden sollte. Söckli gibts in der Kommode, aber die würde Kathrina ja nicht brauchen. Fencheltee wohl schon, abgepumpte Milch war nicht vorhanden.

Eben. Und dann Bond im Metropol. Showdown. James und Jinx springen mit den Switchblades aus dem Flieger und mein Telefon vibriert: Anruf, Kathrina R. Was soll ich tun? Abnehmen. Das Kind ist wach. Es schreit, hat Durst und lässt sich auch nicht vom Fencheltee täuschen. Soviel zum Film. Sina sputet los, ich darf den Rest anschauen, damit ich es ihr später erzählen kann und weil ich ja sowieso nichts für Ruby tun kann.

Ich habe ihr also das Ende erzählt. Sina fand, es habe ihr nicht viel ausgemacht, frühzeitig den Film zu verlassen. Ich glaube ihr, war ich doch auch sofort bereit heraus zu stürmen, meinem lieben Kind entgegen.

Muss die Site übrigens ins Englische übersetzen, damit meine Verwandten auch was davon haben. Vielleicht hat von Euch jemand Lust, mir zu helfen?

[Da wohnt sie, meine kleine Tochter]Sina wollte auch ihre Emails anschauen und fand eine Nachricht von ihrem Bruder Fortunat, der zur Zeit in Australien weilt. Der hat dort unten auch etwas gefunden, was auf diese Site gehört: