Von Omen und Tanten

Von Daren Thomas
Samstag, der 30.11.2002

Natürlich pilgerten alle nach Mekka: Die Malanser, die Familie Thomas, Kathrina und Peter, Tanten, Götti und Gotte. Alle kamen sie, um das kleine Kind zu begutachten. Sie brachten Blumen und Luxemburgerli, wilde Feigen und Kleider für die Kleine, Bilderbücher für die Grossen und auch welche für ganz kleine Menschen wie Ruby - nächstes Jahr wird sie daran ihre Freude haben.

Und ich übte mit der Digitalkamera und blitze und fötelte. Ich habe leider nicht alle erwischt - aber einige schon, und die sollen hier etwas gefeiert werden! Weil nämlich meine Ex-Freundin diese Site gestern begutachtete und fand: Schön, aber: Da fehlt eine Bildergallerie für neugierige Gwundernasen. Auf den meisten Bildern ist also Ruby zu sehen, zusammen mit je einem älteren Gesicht. Für jene, die lieber nur das kleine Pünktli wollen, wird es später eine Bildergallerie nur mit Ruby-Föteli geben.

[David Thomas (mein Vater)]

Das erste, was mein Vater sagte, als er den Raum betrat, war: “Where’s the baby?!”. Er marschierte auf die kleine los, tat einen Satz, schwupp hatte er sie auf dem Arm und grüsste nebenher die Sina. Seither lasse ich ihn nicht mehr mit Ruby alleine - aus Angst, er könnte sie vielleicht mitnehmen, so sehr liebt er die kleine.

[Mary Thomas (meine liebste Mutter)]

Meine Mutter fand dann schliesslich auch Gefallen am Nachwuchs, noch bevor es auf der Welt war, trotzdem aber erst zögerlich, da ihr liebster Sohn sich da was eingebrockt hatte. Aber Mütter sind eben so, meine besonders, und inzwischen verbringt sie ihre Freizeit hier, bei ihrer Lieblingsenkelin. Graumelierte Haare stünden der jungen Grossmutter auch gut…

[Ueli Redmann, Sinas Vater]

Ueli Redmann ist der einzige aus Malans, den ich mit der Kamera erwischte. Das war an einem Wochentag, und der gute Mann nahm die beschwerliche Reise aus den Bergen hierher auf sich, um seinem Enkelkind einen Korb samt Schaukeluntersatz zu schenken. Danke.

[Kathrina Redmann, Sinas Mutter, und Peter Schutzbach, ihr Mann]

Ich glaube, Kathrina war die erste, die im Delphys ankam. Von einer Freundin aus Ägypten weiss sie, dass der Geburtstag von Ruby am Kamar Arbatascher, also am vierzehnten Mondtag (Vollmond) auf die Welt kam, was dort etwas recht besonderes sei, und Ruby wird wohl eine sehr schöne Frau werden. Dass sie noch dazu im Ramadan auf die Welt kam bedeutet wohl auch Glück und so. Wir können alle Segen brauchen, auch Ruby. Peter hat einfach geweint vor Freude. Ich mag sie ihm gönnen, seine Freude.

[Jakob Briner, Sinas Grossvater]

Jakob Bryner, Sinas Grossvater, kam auch und wollte am liebsten gleich bleiben. Seine Augen leuchteten, als er tief in die Kiste nachdenklicher Reden griff und allerlei interessante Überlegungen über geboren werden und älter werden machte.

[Die Gotte Sabine und ein ganzer Trupp lieber Menschen]

Und weil ich inzwischen fast schon wie ein Vereins-Zeitschriften-Artikel-Verfasser töne, höre ich jetzt mit diesem Bild auf, ihr seht oben links die Gotte, in grün, weil ihr das so gut steht. Ringsherum sind bekannte sowie meine Wenigkeit im Pyjama. Rohseide, womöglich bio, aus dem WWF-Laden.

[Nadia, die Freundin vom Goetti Sammy]

Bevor ichs vergesse: Den Götti Sammy habe ich nicht erwischt, dafür aber seine Freundin Nadia.
Vielen herzlichen Dank an allen, wir haben uns über euren Besuch gefreut!